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Supply Chain
Management

Als Unternehmensberatung sind wir spezialisiert auf Supply Chain Management: Das Zusammenspiel in einer Lieferkette wird immer komplexer und umspannt nicht selten den gesamten Erdball. Wir als Consulting Company helfen Ihnen, Transparenz in das weitverzweigte Geschehen Ihrer Supply Chain zu bringen: Mit einem klaren Blick auf Entscheidungen über Standorte, Lieferanten und das richtige IT-System bis zu Prognosen über Liefermengen und die Einsatzplanung von Mitarbeitern. Perfektes SCM!

1/6 Planung und
Prognose

 

Alles auf Lager, dennoch fehlt immer genau das benötigte Teil? Das ist ein typisches Problem fehlerhafter Planung und Prognose. Forecasting ist eines der schwierigsten und wichtigsten Themen. Warum? Stimmt der Forecast nicht, schaukeln sich falsche Prognosen, fehlerhafte Materialplanung etc. über die gesamte Supply Chain sehr teuer auf und führen im schlimmsten Fall zum Stillstand der Produktion oder zu existenzbedrohenden Überbeständen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein global agierender Hersteller und Distributor von Schalungsmaterial für die Bauindustrie betreibt etwa 160 Standorte auf fünf Kontinenten. Die Mehrzahl der Standorte verfügt über ein eigenes Lager, wodurch das Unternehmen mit überbordenden, aber leider unkoordinierten Lagerbeständen zu kämpfen hatte. Trotz der massiven Überbestände litt unser Kunde unter mangelhafter Materialverfügbarkeit. Hier geht es also – wie so oft! – um die Definition des ‘richtigen‘ Bestandes!

Barkawi Impact Story Special

Durch die Einführung eines maßgeschneiderten Sales & Operations Prozesses (S&OP) sowie die Neuausrichtung des Demand Planning Prozesses gelang es, einen Forecast zu installieren, der diese Bezeichnung auch verdient: Die richtigen Mengen zur richtigen Zeit am richtigen Ort – nicht mehr und nicht weniger war das Ziel!

Zur Schaffung von Transparenz in der Supply Chain wurde ein ‘Control Tower‘ mithilfe einer pfiffigen Softwarelösung aufgebaut: Dieser erfasste und koordinierte alle Bestände an den unterschiedlichsten Standorten, erkannte Engpässe frühzeitig und simulierte verschiedene Versorgungsszenarien. So konnte mit digitaler Unterstützung die Disposition perfektioniert und weitgehend automatisiert werden.

Die weltweiten Bestände konnten auf die optimale Menge reduziert werden, bei gleichzeitiger Erhöhung der Service Levels, denn nun waren endlich die richtigen Teile auf Lager. Weniger ist in diesem Falle mehr! Die perfekte Teileverfügbarkeit ließ die Kundenzufriedenheit steigen, gleichzeitig die Kosten um etwa 30 Mio. Euro pro Jahr sinken. Das nennen wir Win-Win!

Der ‘richtige‘ Bestand wird in einem anderen Fall durch ein intelligentes Software-Tool in der Cloud ermittelt, welches den virtuellen Warenkorb von 700 weltweiten Händlern eines Landmaschinenherstellers automatisiert füllt, und zwar mit genau den benötigten Teilen. Selbst das Wetter und der Reifegrad der Ernte wird in die Beurteilung mit einbezogen – wichtige Variablen für Landwirte und ihre teuren Landmaschinen!

Pic: Predictive Maintenance

Auch hier konnten wir die Bestände massiv senken. Teile, die ungenutzt im Lager verstauben, gehören der Vergangenheit an. Mit unserer cleveren Cloud-Platform ‘ClearOps‘ ist zudem weltweit 20 % weniger Kapital gebunden. Und nicht nur das. Zusätzlich zum besseren Service bei geringeren Kosten melden die Händler einen Umsatzanstieg im Ersatzteilgeschäft von 8 %.

Innovative Unternehmen gehen sogar noch einen Schritt weiter. Digitalisierung und ‘Remote Monitoring‘ ermöglichen ‘Predictive Maintenance‘. Diese verhindert Stillstand, bevor die Maschinen stillstehen bzw. der Schaden überhaupt entsteht, ein enormer Zuwachs an Service-Qualität!

Wie geht das? Unzählige vernetzte Sensoren liefern permanent Zustands- Daten der Maschine bzw. Anlage mit dem Ziel, maximale Verfügbarkeit und Sicherheit zu garantieren. Die Analysen des Zustandes, der Restlaufzeit von Ersatzteilen etc. erfolgen in Echtzeit und versorgen die Service- Mannschaft ununterbrochen mit Informationen darüber, welche Aktion als nächstes gefordert sein wird, und zwar bevor der Schadensfall eintritt, also vorhersagend und präventiv. Eine großartige Basis für den ‘richtigen‘ Bestand und perfektes Forecasting, Planung und Prognose!

Grafik Teileverfügbarkeit
Grafik Überbestände

2/6 Modernes Procurement:
Einkauf, Beschaffung & Partnermanagement

 

Früher war López ein Star. Der Chef-Einkäufer von VW knechtete die Lieferanten, verhandelte ultrahart und drückte die Preise gnadenlos. Durch seine kompromisslose Verhandlungstaktik gegenüber den Zulieferern sanken die Produktionskosten erheblich. Unschmeichelhaft, aber dennoch bewundernd wurde er der 'Würger von Wolfsburg' genannt.

Lieferanten als Partner? Collaboration? Connectivity? Das waren damals noch Fremdworte! Modernes ‘Purchasing‘ ist anders! Heute stehen nicht nur bei VW die Bä nder still, wenn Lieferant oder Hersteller nicht partnerschaftlich agieren. So titelten die Wirtschaftszeitungen im August 2016: ‘VW-Zuliefererstreit trifft 28.000 Mitarbeiter, Bänder stehen still, weil Teile fehlen‘. Zwei verärgerte Zulieferer hatten die Lieferung von Bauteilen eingestellt...

Lieferanten sind Partner, mit denen moderne, leistungsfähige Unternehmen aufs Engste verbunden sind. ‘Lieferantenintegration‘ ist das Zauberwort. Man teilt Daten, Informationen, Kosten und Erfolge! Collaboration und Connectivity schaffen eine digitale Verbundenheit von Lieferanten und Herstellern, die allen nutzt! Digitalisierung schafft hier großartige neue Optionen!

Einkauf ist von höchster strategischer und operativer Bedeutung. Warum? Jeder Fehler am Anfang der Wertschöpfungskette setzt sich nicht nur bis zum Ende hin fort, sondern potenziert sich meist und lässt im schlimmsten Fall die Kosten explodieren.

Zwei Beispiele aus der Praxis

Unzählige Einkäufer sind an unterschiedlichen Standorten aktiv. Der finnische Einkäufer verhandelt dabei mit dem gleichen Lieferanten wie sein schwedischer Kollege, doch sie nutzen die Synergien nicht, die sie durch Bündelung ihrer Bedarfe hätten. Unternehmen mit einem modernen ‘Purchasing‘ machen das hingegen meist schon ganz ordentlich!

Manchmal ist der Fall aber etwas komplexer: Die drei Bahnanbieter dreier benachbarter Länder fahren vielfach mit den gleichen Zügen. Aber nicht nur die Züge, also Zugmaschinen und Waggons, kauft jedes Land einzeln ein, auch Millionen gleiche Ersatzteile werden alle getrennt voneinander beschafft. Die Preise dafür variieren massiv: Mal hat das eine Land gut verhandelt und bekommt den Bestpreis, und der Nachbar zahlt massiv drauf, mal ist es umgekehrt.

Bei einem Abgleich der Einkaufskonditionen aller drei Länder stellte sich aber heraus, dass jedes Land tausende Bauteile zu schlechtesten Konditionen eingekauft hat. Der Aufbau einer umfangreichen Datenbasis ermöglichte für Millionen Ersatzteile, den Bestpreis zu identifizieren, das Einkaufsmodell mathematisch zu optimieren und durch eine Gleichteile- Strategie massiv die Einkaufskosten zu senken! Transparenz ist Trumpf!

Transparenz ist für uns die Basis, die am Anfang jedes Einkaufsprojektes steht. Um Ausgaben zu senken, unterstützen wir Sie nicht nur bei Ausschreibungsprozessen, sondern helfen Ihnen insbesondere dabei, einen strategischen Einkauf mit der richtigen Organisation in Ihrem Unternehmen zu etablieren. Dazu vernetzen wir den Einkauf als Schlüsselfunktion in enger Zusammenarbeit mit angrenzenden Bereichen wie Produktentwicklung und Produktion, aber auch Logistik, Lagerhaltung u.v.m.

Expertenwissen in Kombination mit maßgeschneiderten digitalen Lösungen, damit schaffen wir einen nachhaltigen Effekt. Unsere Projektteams bestehen aus strategischen Einkaufsberatern, Industrie-Experten und digitalen Supply Chain Profis. Wir realisieren Einsparungen, betrachten jedoch den Einkauf nicht isoliert, sondern stets im Kontext der gesamten Wertschöpfungskette. 

Ein Maschinenbauer wuchs über viele Jahre durch Unternehmenszukäufe in verschiedenen Ländern. Mit jedem Tochterunternehmen stieg das Einkaufsvolumen, aber leider stiegen auch die Komplexität und die Kosten. Ein koordinierter Einkauf fand nicht statt. Die Transparenz nach Gesellschaften, Standorten, Kosten und Warengruppen war gleich Null. Folge: Die Einkaufskosten explodierten.

Pic: Supply Chain Procurement

Klare Daten sorgten für Überraschung beim Kunden: Erhebliche Preisabweichungen für identische Leistungen und Produkte und unverhältnismäßig viele Lieferanten. Eine erste Maßnahme war die Bündelung der Bedarfe und die Einführung von Just-in-Time-Belieferung. Doch nur der Einkauf war uns zu wenig!

Wir gingen noch einen Schritt weiter! Eine eingehende Analyse brachte ein ganz erstaunliches, aber eindeutiges Ergebnis: Dass eine europäische Produktion in der Gesamtbetrachtung viel effizienter ist, als eine Produktion im asiatischen Low-Cost-Land! Wir verlagerten den finalen Veredelungsschritt aus Asien in den europäischen Raum zurück. Klassischer Fall von ‘Re-Shoring‘! Entscheidend: Eine isolierte Betrachtung der Einkaufskosten springt hier zu kurz. Was billiger erscheint, kann Unternehmen teuer zu stehen kommen.

Erst die Vernetzung aller Disziplinen und die End-to-End-Betrachtung der gesamten Supply Chain bietet ein komplettes Bild. Einkauf und Beschaffung sind integraler Bestandteil einer Kette von Wertschöpfungsschritten, die wie bei einem Uhrwerk ineinandergreifen. Nur dann kann die Uhr sekundengenau ticken – und Procurement & Supply Chain Management perfekt funktionieren!

3/6 Produktion als Herz des
Supply Chain Managements

 

Früher bezeichnete ‘Produktion‘ die eigenen Produktionsanlagen, in denen die klugen REFA- und Lean-Experten die Maschinen optimal anordneten, Abläufe, Laufzeiten und Auslastung mit der Stoppuhr optimierten und Six-Sigma-Black- Belt-Profis höchste Qualität und Prozesspräzision sicherstellten. All das ist uns zu wenig! Produktion ist für uns viel mehr.

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Hersteller von Mobiltelefonen drohte im Handel ausgelistet zu werden, weil immer die falschen Produkte in falschen Mengen zur falschen Zeit am falschen Ort ausgeliefert wurden. Die vom Hersteller als ‘logistische Herausforderungen‘ bezeichnete Problematik ließ sich bis in die Produktion zurückverfolgen.

Der Lohnfertiger bekam den Produkt-Launch eines Neugerätes viel zu spät mitgeteilt und musste innerhalb weniger Wochen tausende neuer Mitarbeiter mit entsprechender Qualifikation einstellen, um die Lieferung gewährleisten zu können. Der herstellerverschuldete Zeitdruck verursachte unzählige Folgeprobleme in der gesamten Supply Chain.

Aber auch produktionsseitig ging es weniger darum, ganz ‘old-school‘ Maschinenlaufzeiten zu optimieren. Das machen heutzutage die oft perfekt organisierten Lohnfertiger schon selbst! Ansatzpunkt eines solchen Projektes ist eher die Zusammenarbeit mit dem Lohnfertiger, die in modernen Unternehmen über clevere Digitalisierung erfolgt:

  • Ist ein Produkt-Launch mit dem Lohnfertiger bis ins Detail geplant, damit der Anlauf reibungslos klappt?
  • Werden die Planungsdaten digital vernetzt ausgetauscht?
  • Stimmt die Granularität der Daten bei Auftraggeber und Auftragnehmer überein?
  • Werden aktuelle Absatzzahlen in Echtzeit an die Produktion übermittelt?
  • Stimmen die Bestände mit den Produktionszahlen überein?
  • Erfolgt die Übergabe aus der Produktion reibungslos an die bereits in den Startlöchern stehende Distribution?
  • Wie ändert sich ‘im laufenden Galopp‘ die Produktion z.B. durch viele ‘Dead-on-Arrivals‘ (DOA)?
  • Erfolgt die Komponentenbeschaffung, Bündelung vor der Produktion etc. sicher und in intelligenten Schritten z.B. in einem clever gestalteten Inbound-Hub?
Pic: Supply Chain Management Produktion

Diese und viele andere Fragen mehr gehen weit über eine isolierte Betrachtung der Produktion hinaus, genauso wie das Thema ‘Production Footprint‘: Wo wird produziert? Wer produziert? Make or Buy? In welchem globalen Produktions-Netzwerk? Wie gestaltet sich die digitale Verbindung der Werke, Fabriken und deren Bestände mit Absatz, Distribution etc.? Auf diese und andere Fragen geben wir strategische und operative Antworten – und nicht nur das!

Für unseren Mobiltelefon-Hersteller haben wir eine zukunftsfähige, technische Lösung aufgebaut, die alle Probleme auf einmal beseitigt: In einem innovativen ‘Control Tower‘ wurden alle relevanten Zahlen, Daten, Fakten erfasst und in Echtzeit abgebildet. Alle Disziplinen waren End- to-End vernetzt, und zogen nun an einem Strang. Die ‘richtigen‘ KPIs ermöglichten endlich, proaktiv zu agieren, statt den Ereignissen hinterher zu laufen.

Denn wie gesagt: Für uns ist Produktion viel mehr als nur ein perfekt laufender Maschinenpark, es ist das Herz der Supply Chain!

4/6 Perfekt organisierte Distribution:
Netzwerk & Supply Chain im Griff

 

Mehrere Dutzend Lager rund um den Globus, mehr als zehn verschiedene Absatzkanäle. 40 verschiedene Versandvorschriften – und immer wieder neue, weil die Kundenanforderungen permanent steigen. Hinzu kommen Hunderte von Verträgen mit externen Dienstleistern, die beispielsweise als KEP das Fullfilment Ihrer Distribution an unzähligen Standorten übernehmen.

Ein komplexes Netzwerk, in dem längst nicht alles transparent und leicht steuerbar ist: Kennen Sie Ihre Service Level bzw. Ihre Fill Rate? Ihre Cut-off- Time für Ihre unterschiedlichen Waren und Produkte? Den Prozentsatz der ‘On Time Delivery‘ und zwar konkret OTD, OTDR, OTDC? All das und noch viel mehr sind zentrale Daten, die sich vielfach Ihrem Einfluss entziehen, weil Netzwerkpartner sich darum kümmern. Und doch sind Sie verantwortlich für alles, was in Ihrem Netzwerk passiert.

Damit Komplexität nicht zu Ineffizienz führt, helfen wir Ihnen, Transparenz in Ihr Netzwerk zu bringen. Ausgehend von den Anforderungen Ihrer Kunden analysieren wir mit Ihnen, welche logistische Leistungsfähigkeit optimal ist: Benötigt Kunde X wirklich vier Tage Lead-Time und honoriert diese auch? Sollten teure Premium-Services auch C-Kunden zur Verfügung stehen? Wir fordern die Produktentwicklung heraus, schon beim Design den Repair-Kreislauf mitzudenken. Wir unterstützen Sie bei der Definition von Leistungsklassen wie ‘Just-in-Time‘-, 24- oder 72-Stunden-Lieferung die richtigen Partner auszuwählen. Ein intelligentes Supply Chain Management integriert alle Partner und Dienstleister – inhouse erbrachte oder outgesourcte Leistungen – perfekt in Ihre Wertschöpfungskette und macht daraus ein stimmiges Gesamtkonzept! Klug ausgewählte KPIs stellen sicher, dass Sie Verbesserungen auch messen können.

In unseren Projektteams arbeiten Strategen und Industrie-Experten mit langjähriger Erfahrung Hand in Hand. Wo viele Unternehmensberatungen vor lauter Daten sammeln und analysieren den Blick für das große Ganze verlieren oder aber aus mangelnder Praxiserfahrung nur theoretische Strategien entwerfen, gelingt es uns, strategische Neuausrichtungen auch konsequent zu implementieren – nicht nur auf Top-Management- Ebene, sondern auch an der Front. Wir krempeln die Ärmel hoch, damit Sie Ihr Netzwerk und Ihre Supply Chain im Griff haben. Jederzeit. Überall. Ein Praxisbeispiel zeigt, was das konkret bedeutet:

 

 

 

Pic: Klebstoff Automotive

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Klebstoffe werden überall gebraucht: Große LKWs werden mit Folien beklebt, Papierrollen, die später zu Zeitungen werden, mit Klebefilm aneinandergefügt, die Isolierung für medizinische Geräte mit Klebstoff befestigt. Auf Pflastern, Fensterisolation, in der Automobilproduktion, in der Herstellung von Schuhen – Klebstoffe sind überall!

Aber: Jeder Klebstoff-Kunde ist anders. Der Zeitungshändler an der Ecke bestellt nur kleine Mengen per Paketversand – der Discounter benötigt LKW-Ladungen voller Paletten. Der Automobilhersteller fordert 24-Stunden Lead-Time, der Drogerie-Discounter gibt sich mit elf Tagen zufrieden. Und weltweit sieht es nicht besser aus.

Die vermeintliche Lösung unseres Klebstoff-Herstellers – ein komplexes Zentrallager, das 30 Landeslager belieferte – brachte Logistikkosten mit sich, die aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks preislich nicht auf die Kunden umzulegen waren. Dabei hatte der Klebstoffhersteller die bestehende Infrastruktur bereits laufend optimiert: durch Outsourcing an Partner, zentrale Disposition, Cross Dock und Lean Warehousing.

Unsere Lösung:

Unsere Analyse startete mit einer Kundensegmentierung, deren Resultate wir Schritt für Schritt umsetzten. Aus 30 Zentral-und Landeslagern wurden sechs Zentrallager. Mit der neuen Struktur von sechs Zentrallagern kann unser Kunde jetzt den Wettbewerbern die Stirn bieten:

Kostengünstiger, effizienter, schlanker und individueller, basierend auf einem innovativen und ganzheitlichen Netzwerk- und Distributions-Konzept!

Grafik: Reduzierung Lagerstandorte Europa

5/6 Operational
Excellence

 

Als Unternehmensberatung sind wir spezialisiert auf die perfekte Supply Chain mit schlanken, perfekt organisierten Prozessen. Prozessoptimierung ist für viele Unternehmen identisch mit ‘Lean Management‘ bzw. ‘Lean Operations‘. Lean alleine greift uns jedoch zu kurz: Wir wollen Operational Excellence.

Das bedeutet, nach einer fundierten Analyse des Gesamtunternehmens, an allen Schaltstellen aktiv zu werden: Auf strategischer, organisatorischer und prozessualer Ebene. Denn wer sein Unternehmen nachhaltig zum Erfolg führen will, der muss Verschwendung von vornherein vermeiden, nicht erst im Nachhinein eindämmen. Damit das Unternehmen wie ein Uhrwerk funktioniert, und trotzdem schlank bleibt: Das ist für uns Operational Excellence!

Wie erreicht man Operational Excellence?

Das Ziel ist operative Exzellenz, der Weg dahin führt über unterschiedliche Tools wie z. B.

  • Complexity Management
  • Process Driven Organization
  • Lean Production/ Lean Operation
  • Continous Improvement Process (CIP/KVP)

 

Was bedeutet Operational Excellence konkret?

Wachstum ist eine feine Sache. Eigentlich. Meist steigt jedoch auch die Komplexität, und damit steigen die Kosten. Ein Beispiel aus der Consulting Praxis: Ein weltweit führender Großhändler für Elektrotechnik beliefert seit 100 Jahren Industrie, Handel & Handwerk. 2016 erzielte das stark wachsende Unternehmen einen Umsatz von mehr als 800 Mio. Euro. Das Produktportfolio erstreckt sich von Kabeln & Leitungen über Installationsmaterial bis hin zu Lichttechnik und Hausgeräten. Die Kundenbasis ist sehr breit und reicht vom kleinen Einmann- Handwerksbetrieb bis hin zur Wohnungsbaugesellschaft mit Großbaustellen.

Pic: Operational Excellence Baustelle

Das Unternehmen wächst stark, die Prozesse wurden immer komplexer, die Kosten stiegen überproportional. Zur Kostensenkung in Eigenregie setzte unser Beispielunternehmen das Transportkonzept ‘Co-Loading‘ mit einem selbst ausgewählten Partner um und sah sich statt sinkender Kosten mit einer Transportkostensteigerung von über 3 Mio. Euro pro Jahr konfrontiert.

Hinzu kamen Schwierigkeiten mit einem neuen, eigen betriebenen Logistikzentrum: Neben Designfehlern, die sich in zu gering dimensionierten Funktionsflächen äußern, bereiten Organisation und Prozesse massive Probleme. In der Folge konnten nicht alle Aufträge am selben Tag abgearbeitet werden, an dem sie eingehen, die sogenannte ‘Tagfertigkeit‘ war also stark eingeschränkt.

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Barkawi stellte schnell fest, dass das Unternehmen nicht den optimalen Co-Loading-Partner gewählt hatte. Es stellte sich heraus, dass die Stoppüberschneidung bei lediglich 0,14 % lag – die Synergien mit diesem Partner lagen also nahe Null! Außerdem konkurrieren beide Partner um die gleichen Zeitfenster für die Zustellung beim Kunden: Zwischen 7 Uhr und 10 Uhr lagen 45 % der Stopps, Mittag und Nachmittag war quasi frei. Dies sorgte für eine schlechte Fahrzeugauslastung und resultierte durch das Preismodell ‘KFZ Fixpreis pro Tag‘ – sogar in Transportmehrkosten, da für den Vormittag zusätzliche Fahrzeuge angemietet werden mussten.

Ungeachtet der Nachteile durch die falsche Partnerwahl konnte Barkawi aufzeigen, dass Co-Loading eine richtige Entscheidung war, die einen Kostenvorteil von über 12 % (bemessen an den Tourenkosten) mit sich bringt, wenn man es denn richtig macht!

Als zentraler Stellhebel zur Senkung der Kosten pro Stopp zeichneten sich die Zeitfenster für die Zustellung ab. Bedingt durch den hohen Wettbewerb sind die logistischen Serviceanforderungen im Elektrogroßhandel sehr hoch: Jeder Kunde konnte sein ‘Wunsch-Zeitfenster‘ festlegen, unabhängig vom Bestellwert, der Marge oder dem strategischen Nutzen des Kunden. In der Tourenplanung wurden deshalb zusätzliche Fahrzeuge eingeplant und Touren umgeplant, weil auch die Bestellung eines Kleinstkunden im Wert von 10 Euro am nächsten Tag zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr zugestellt werden musste.

Um sicherzustellen, dass die kostenintensiven Servicelevels den ‘richtigen‘ Kunden zugutekommen, führte Barkawi im nächsten Schritt eine Kundensegmentierung durch: So waren für große Industriekunden Lösungen wie KANBAN und Auftragskonsolidierung wichtig – Next- Day Belieferungen und Zeitfenster rückten in den Hintergrund. Installateure dagegen bevorzugten eine Zustellung am nächsten Tag, oft mit Kofferraumbelieferung. Durch all diese Maßnahmen konnten die Tourenkosten um 32 % gesenkt werden.

Auch ein Blick auf weitere Prozessprobleme lohnte sich: Parallel zu den Transportoptimierungen führte Barkawi ein Lageraudit durch, um die Lagerprozesse zu verbessern. Dadurch konnten 400 Quadratmeter Funktionsfläche im Lager gewonnen werden konnten. Durch eine Veränderung der Hauptprozesse im Wareneingang konnte die Prozessdurchlaufzeit massiv verkürzt und das vorher notwendige Zwischenpuffern der Ware vor dem Einlagern abgeschafft werden.

Fazit: Durch alle Maßnahmen zusammen ließen sich die Durchlaufzeiten sowie die Kosten massiv senken, die Termingenauigkeit, Lieferfähigkeit und Kundenzufriedenheit stiegen deutlich und Prozesse liefen perfekt ab. Genau das nennen wir operative Exzellenz!

6/6 Working Capital Optimierung:
Cash & Liquidität im Supply Chain Management

 

Liquidität, Working Capital und Cash Flow sind Mega Themen im Supply Chain Management. Um Liquidität freizusetzen, setzen Unternehmen auf Working-Capital-Programme. Diese müssen jedoch die Supply Chain End-to-End im Blick haben, denn an unzähligen Zwischenstationen kann der ‘Cash Flow‘ ins Stocken kommen. Isolierte Einzelaktionen bringen im besten Falle punktuelle Verbesserungen, für das Gesamtunternehmen aber möglicherweise ein negatives Ergebnis.

Unsere Working-Capital-Projekte umfassen deswegen alle relevanten Bereiche der Supply Chain, wie zum Beispiel Bestandsmanagement, Demand Management, Netzwerkdesign, Durchlaufzeitenreduktionen, Prozessoptimierungen und vieles mehr. Wir verfügen über eine kampferprobte Tool-Box z.B. mit Analysen des Cash Conversion Cycle, Working-Capital-Benchmarking und unseren Cash Health Check, der u.a. die Prozessoptimierung zum Forderungs- und Verbindlichkeitenmanagement beinhaltet.

Ein wichtige Frage ist beispielsweise die nach ‘OTC‘, Order to Cash: Dieser Indikator betrachtet den Gesamtprozess der Monetarisierung eines Auftrages und ist nicht nur eine wichtige Kennzahl der Logistik und der gesamten Supply Chain, sondern auch des Cash-Managements, also der Unternehmensfinanzierung und der Kundenzufriedenheit: ‘Order to Cash‘ misst die Zeit von der Platzierung der Order des Kunden (z. B. im Call Center) bis zum Eintreffen des Geldes auf der Bank. Diese Kennzahl ist eine sehr umfangreiche Betrachtung des Prozesses und der Kundenzufriedenheit, basierend auf einer sehr einfachen, aber entscheidenden Messgröße am Prozessende: Der Kunde ist zufrieden und zahlt!

Wie kann man sonst noch Cash-Management auf intelligente Art und Weise und mit digitaler Unterstützung betreiben? Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Traktor darf nicht ausfallen, schon gar nicht zur Erntezeit! Landmaschinen- Händler bevorraten deshalb mehrere 10.000 unterschiedliche Ersatzteile im Wert von einigen Mio. Euro in den Werkstätten. Die 700 Händler eines Marktführers im Landmaschinen-Segment halten mehr als eine halbe Milliarde Euro im Bestand – viele Millionen Teile. Dennoch stehen Maschinen still, weil ein Teil nicht verfügbar ist und am Jahresende werden teure Abschreibungen für ungenutzte Teile fällig.

Unsere Lösung:

Mit unserer cleveren Cloud-Platform ClearOps ist bei den 700 Händlerstandorten 20 % weniger Kapital gebunden und die Anzahl der Maschinen, die auf Teile warten, hat sich halbiert. Und nicht nur das. Zusätzlich zum besseren Service bei geringeren Kosten melden die Händler einen deutlichen Umsatzanstieg im Ersatzteilgeschäft.

Bei extrem teuren Ersatzteilen und/oder großen Ersatzteil-Beständen sichert der ‘richtige Bestand‘ die Wettbewerbsfähigkeit und erfreut das Herz eines jeden Unternehmers. Innovative Supply Chain Konzepte verwandeln totes, gebundenes Kapital wieder in lebendiges ‘Working Capital‘.

Denn: Cash ist Trumph!

Pic: Working Capital
Barkawi Ansprechpartner für SCM - Supply Chain Management

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