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Collaboration

Collaboration meint allgemein ‘Vernetzung‘. Im Unternehmenskontext bezeichnet es die vernetzte Zusammenarbeit von Menschen in Projekten, Gruppen oder Teams, z.B. mit Hilfe des Internets. Im Supply Chain Management meint Collaboration die digitale Vernetzung der gesamten Wertschöpfungskette sowie aller daran beteiligten Partner auf allen Stufen wie z.B. Lieferanten und Logistik-Dienstleister.
Die gemeinsame Nutzung von Informationen und Daten in Echtzeit wie z.B. Abverkaufszahlen, Ersatzteilbestände u.v.m. optimiert die gesamte Supply Chain zum Nutzen aller Beteiligten. Collaboration, Connectivity und partnerschaftliche Zusammenarbeit machen moderne Unternehmen zu digitalen Champions!

Früher war López ein Star. José Ignacio López de Arriortúa (*1941), ein spanischer Manager, wirkte zunächst für Opel und General Motors (GM). Danach war er Chef-Einkäufer von VW. Er knechtete im Einkauf die Lieferanten, verhandelte ultrahart und drückte die Preise gnadenlos. Es gelang ihm durch seine kompromisslose Verhandlungstaktik gegenüber den Zulieferern, die Produktionskosten erheblich zu senken – unschmeichelhaft wurde er der ‘Würger von Wolfsburg‘ genannt. Als Kerngedanke seines ‘Konzeptes‘ gab er die maximalen Kosten jedes Bauteils vor. Produktivitätszuwächse sollten aus seiner Sicht ohne Investitionen für VW auskommen, weil er diese auf die Zulieferer verlagern wollte. Lieferanten als Partner? Collaboration? Connectivity? Das waren damals noch Fremdworte!

Heute stehen nicht nur bei VW die Bänder still, wenn Lieferant oder Hersteller nicht partnerschaftlich agieren. So titelten die Wirtschaftszeitungen im August 2016: ‘VWZuliefererstreit betrifft 28.000 Mitarbeiter, weil Teile fehlen‘. Zwei Zulieferer hatten die Lieferung von Bauteilen eingestellt. Hintergrund war ein Streit mit ihrer Mutterfirma Prevent wegen eines von VW gekündigten Auftrags. Der kleine Zulieferer fühlte sich schlecht behandelt, warf VW ‘Machtmissbrauch‘ vor und stürzte den großen Konzern ins Chaos.

Willkommen im Jahr 2017! Lieferanten sind Partner, mit denen moderne, leistungsfähige Unternehmen aufs Engste verbunden sind. ‘Lieferantenintegration‘ ist das Zauberwort. Man teilt Daten, Informationen, Kosten und Erfolge! Collaboration und Connectivity schaffen eine digitale Verbundenheit von Lieferanten und Herstellern, die allen nutzt! Erfolge sind nachhaltig, weil sie gemeinsam erreicht werden. Ein López könnte heute einpacken!

Doch nicht nur allzu harte Einkaufsverhandlungen führen manchmal zum existenzbedrohenden Produktionsstillstand, auch andere, plötzlich veränderte Rahmenbedingungen lassen sich mit digitaler Vernetzung und Collaboration besser und schneller in den Griff bekommen: Die Globalisierung hat der Autoindustrie viele Vorteile gebracht, doch nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan wurden die Nachteile weltweit vernetzter Lieferketten sichtbar: Es ist nur ein kleines Farbpigment, aber weil die einzige Fabrik dafür im Jahr 2011 vom Beben in Japan beschädigt wurde, ging vielen Autobauern eine ganz spezielle Zutat für ihre Auto-Farben aus: Xirallic. Von vier weltweiten Farbpigment-Werken der Firma Merck stand die einzige Produktionsanlage, die das begehrte, mit einem besonderen Verfahren veredelte Aluminium-Oxid liefert, in Onahama – ausgerechnet mitten im Erdbebengebiet.

Da das Pigment in einer ganzen Reihe von Metallic-Lackierungen verwendet wird, konnten viele Farben nicht mehr gemischt werden. Und das ging quer durch die gesamte Branche: Ford, Chrysler, Volkswagen, BMW, Toyota und General Motors – sie alle verwendeten Lacke mit Xirallic. Und sie alle suchten händeringend nach Ersatz. Den Planern, Supply Chain Spezialisten, den S+OP-Experten aller betroffenen Unternehmen wuchsen graue Haare, viele Produktionsbänder standen still – das klassische Risiko des ‘Single Sourcing‘ hatte erbarmungslos zugeschlagen und zeigte sich von seiner härtesten Seite.

Zudem: Die systemseitige Unterstützung durch Supply Chain Software war seinerzeit auch eher dürftig. Steuerungssoftware rechnete wochenlang mehr oder weniger ergebnislos an neuen Szenarien und Lieferketten herum. Heute erledigen SpezialSoftwares dies in wenigen Minuten.

Egal ob große ERP-Systeme, Spezial-Software oder sogenannte ‘Supply Chain Suites‘, alle diese digitalen Systeme dienen der Verbindung aller beteiligten Partner und dem Informations- und Datenaustausch in Echtzeit. Dadurch besteht jederzeit die Möglichkeit, sofort gezielt in das Logistiksystem eingreifen zu können, wie beispielsweise im Rahmen des ‘Predictive Maintenance‘: Hier ermöglicht die Collaboration zwischen Hersteller, Lieferanten und Kunden, z.B. ein Fahrstuhlsystem zu warten, bevor Teile defekt sind und die Anlage in einem Wolkenkratzer in New York tagelang stillsteht.

1. Aktion statt Reaktion – das ist das Mantra der digitalen Champions!

Ausgehend von integrierten Daten sind also Collaboration und Connectivity die Antwort auf die Frage, wie Unternehmen ihre Supply Chain, ihre Lieferketten, ihre Bestände, ihr Materialmanagement und vieles mehr pfiffig und flexibel organisieren und verknüpfen. Das Ziel ist, dass Defekte, Katastrophen, insolvente Lieferanten, ein Lieferstop, ein Material-Engpass, ein zunehmend hybrider Kunde mit schwankender, nicht prognostizierbarer Nachfrage dennoch kostengünstig, schnell und effizient bedient werden können.

Basis hierfür sind moderne IT-Anwendungen mit Berechnungen in Echtzeit, SzenarioTechnik, mathematisch fundierte Auswertungen, integrierte Daten, Big Data und vieles mehr. Collaboration und Connectivity, alle Partner und deren Daten miteinander verknüpft, jederzeit abrufbar und auswertbar – erst dann kann ein Unternehmen proaktiv agieren, anstatt Ereignissen hinterher zu laufen. Aktion statt Reaktion – das ist das Mantra der digitalen Champions!

2. Collaboration schafft Abhilfe bei typischen Supply Chain Problemen:

Unzählige Unternehmen mit verschiedenen Produkten, komplett unterschiedlichen Kunden und völlig anderen Herausforderungen durch Markt und Wettbewerb weisen dennoch oft nahezu identische Problemstellungen auf:

  • Collaboration statt tägliches Excel-Chaos
    Planung ist in den meisten Unternehmen auch heute noch ‘Excel-basiert‘. Der Planungsprozess ertrinkt in unterschiedlichen Excel-Tabellen, jede Abteilung – auch die externen Partner und Zulieferer – hat ihre eigenen. Intelligente Integration in eine gemeinsame Prozess-Software? Collaboration? Connectivity? Fehlanzeige! Der tägliche Kampf um Datenkonsolidierung kostet Zeit und Geld!
  • Collaboration beseitigt unklare Zuständigkeiten
    Sales/ Vertrieb sind meist nah am Kunden und am Umsatz, fühlen sich aber selten für Absatzprognosen verantwortlich. Die daraus resultierenden Überbestände und Margenverluste erweisen sich schnell als existenzgefährdend. Digitale Champions setzen auf Collaboration: Eine zentrale Datenplattform, in die Sales und Vertrieb tagesaktuelle Verkaufszahlen eingeben, eng verknüpft mit Einkauf bzw. Procurement und Lieferanten, ermöglichen ein professionelles S&OP mit höchster Prognosegenauigkeit.
  • Collaboration ermöglicht optimale Produktionssteuerung
    Global verteilte Produktionsstätten, Werke, Fabriken, Fertigungsanlagen produzieren vielfach ohne Einbindung in einen einheitlichen Planungs- und Forecasting-Prozess. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht man jedoch koordinierte Produktions-Aktivitäten, Transparenz über Mengen, Auslastung, Laufzeiten, Kapazitäten – letztendlich also eine ausführliche Erfassung von Zahlen, Daten und Fakten in Echtzeit. Damit ist eine clevere Gestaltung und Optimierung der Prozesse durch zeitgemäße Collaboration machbar!
  • Collaboration perfektioniert Bestandsmanagement & Dealer Inventory
    Vielfach sind Bestände alles andere als perfekt konfektionierte SchnelldreherSortimente. Im Gegenteil: 80 % der Bestände bewegen sich im schlimmsten Fall gar nicht, binden aber Kapital. Hier fehlen in der Regel Informationen zu den tatsächlichen Bedarfen und Verbräuchen. Collaboration und Digitalisierung würden umgehend Abhilfe schaffen!
  • Collaboration fördert Kundenzufriedenheit
    Müssen Kunden Wochen oder Monate auf ein Neugerät mit ungewissem Liefertermin warten, fördert das meist nicht gerade die Kundenzufriedenheit. Auch im After Sales Business und im Bereich Spare-Parts sind mehrere Tage Wartezeit auf wichtige Ersatzteile und auf die dringende Reparatur der Kundenzufriedenheit eher abträglich. Ersatzteile falsch geplant, immer die falschen Teile vorrätig, das ist ein realistisches Szenario in vielen Unternehmen! Die direkte Verknüpfung der Abverkäufe und Bedarfe mit den Beständen des Lieferanten durch digitale Collaboration lässt Teileverfügbarkeit, Lieferfähigkeit, Servicelevel und Kundenzufriedenheit massiv steigen!
  • Collaboration schafft perfekte Partner Integration
    Die Zulieferer liefern die falschen Mengen zur falschen Zeit, die Bestände sind ständig zu hoch oder zu niedrig, Materialunterdeckung führt zu Stillständen in der Produktion – auch das findet sich in vielen Unternehmen nicht nur in Ausnahmefällen. Auch hier ist die perfekte Lieferantenintegration die Lösung!
  • Collaboration senkt Koordinationsaufwand bei Transportdienstleistern
    Der Aufwand ist enorm, bei schwankenden Mengen und Terminen die Logistik zwischen Herstellern und Transportdienstleistern sowie Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) zu koordinieren. Viel Zeit und Geld werden hier aufgewendet, die Kosten sind hoch, die Effizienz niedrig. Eine direkte Anbindung der Dienstleister an den OEM im Zuge der Collaboration und Integration perfektioniert partnerschaftliches Arbeiten durch komplette Informationstransparenz und DatenConnectivity!

3. Barkawi als unabhängiger Partner mit Spezial-Expertise

Neben diesen beispielhaften und allseits bekannten Problemen lassen sich noch etliche weitere Herausforderungen auflisten, mit denen Supply Chain Profis täglich konfrontiert sind. Abhilfe schafft hier moderne Supply Chain Software unterschiedlicher Couleur. Auf dem Markt finden sich enorm viele Programme mit verschiedenen Zielsetzungen, Funktionen, Anwendungen, Schnittstellen etc., sodass sich der Auswahl- und Entscheidungsprozess nicht ganz einfach gestaltet. Barkawi Management Consultants war schon in unzähligen Collaborations- und Digitalisierungsprojekten unabhängiger Partner, mit tiefem Know-how in der Welt der Digitalisierung, der Anbieter, ihrer Produkte sowie der Vor- und Nachteile der jeweiligen Spezial-Supply-Chain Anwendungen!

4. Barkawi Success-Story

Die Abnehmer von Helikoptern – wie beispielsweise die Bundeswehr oder Betreiber von Flugdiensten – stehen alle vor demselben Problem: Stellt sich bei der Getriebeüberholung heraus, dass das Getriebe nicht mehr zu retten ist, steht das teure Fluggerät still – und zwar für 18 Monate, denn so lange dauert die Beschaffung des Ersatzteils ‘Getriebe‘.

Sich deshalb mehrere Getriebe auf Verdacht ins Lager zu legen, wird schnell sehr teuer, denn ein Getriebe kostet ca. 60.000 Euro. Ein Sicherheitsbestand von mehreren Getrieben, will deshalb wohl überlegt sein, wenn die Bestandskosten nicht explodieren sollen.

Um welche Dimensionen es sich vielfach handelt, zeigt ein Barkawi-Praxis-Beispiel aus der Landmaschinen-Branche: Ein Schlepper darf nicht ausfallen, schon gar nicht zur Erntezeit! Landmaschinen-Händler bevorraten deshalb mehrere 10.000 unterschiedliche Ersatzteile im Wert von einigen Mio. € in den Werkstätten. Die 450 Händler eines Marktführers im Landmaschinen-Segment halten mehr als eine halbe Milliarde Euro im Bestand – viele Millionen Teile. Dennoch stehen Maschinen still, weil ein Teil nicht verfügbar ist und am Jahresende werden teure Abschreibungen für ungenutzte Teile fällig.

Unsere Lösung: Mit der cleveren Cloud-Plattform ClearOps ist bei den 450 Händlerstandorten 20% weniger Kapital gebunden und die Anzahl der Maschinen die auf Teile warten hat sich halbiert. Und nicht nur das. Zusätzlich zum besseren Service bei geringeren Kosten melden die Händler einen Umsatzanstieg im Ersatzteilgeschäft von 5-8%.

Hier steckt oft unendlich viel "gebundenes Kapital", es geht um große Beträge! Überlegungen zum optimalen Bestand sollten deshalb auf fundierten Daten basieren, weniger jedoch auf groben ‘über den Daumen-Abschätzungen‘. Durch den Einsatz pfiffiger Supply Chain Software und deren intelligentes Bestandsmanagement, zeitgemäßes Vendor Managed Inventory (VMI), Collaboration und perfekt angepasste mathematische Algorithmen steigt die Lieferfähigkeit – bei gleichzeitig sinkenden Kosten und Beständen. Barkawi ist der Spezialist in diesem Thema!

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine Bestandssenkung von über 20 % über alle Lagerstufen hinweg problemlos machbar ist. Bei extrem teuren Ersatzteilen und/ oder großen Ersatzteil-Beständen sichert der ‘richtige Bestand‘ die Wettbewerbsfähigkeit und erfreut das Herz eines jeden Unternehmers, denn mit Unterstützung von innovativer Supply Chain Software verwandelt sich totes, gebundenes Kapital wieder in lebendiges ‘Working Capital‘.

5. Fazit

Schon lange stehen nicht nur Produkte im Wettbewerb miteinander. Auf den jeweiligen Zielmärkten konkurrieren nicht Hersteller und ihr jeweiliges Produkt, sondern komplex strukturierte Lieferketten, die sich aus partnerschaftlich verbundenen, aber unabhängigen Unternehmen zusammensetzen. Warum? Lieferfähigkeit, Liefergeschwindigkeit, Reaktionszeiten u.v.m. sind schon lange integraler Produktbestandteil!

Wochenlang warten auf ein Ersatzteil? Dann sind der Hersteller und sein Produkt raus aus dem Rennen! Same-Day-Delivery wird von Amazon & Co. vorgegeben und prägt zunehmend die Erwartungshaltung der Kunden. Besser, schneller, mehr Sortiment und oft sogar billiger durch eine komplett vernetzte Supply Chain! Der größte Versandhändler der Welt macht es vor: Planung, Forcasting, Lieferanten, Dienstleister, Kunden, Einkauf, Bestände, Nachschub – alle & alles integriert in einem digitalen Datenstrom. Perfekt planbar, transparent, mit größtmöglicher Geschwindigkeit und Flexibilität, das ist das Ziel von Supply-Chain-Digitalisierung und Collaboration!

Barkawi Management Consultants sind Experten für Collaboration auf Basis Cloud-basierter IT Lösungen zur perfekten Steuerung von Supply Chain Prozessen. Dabei werden Versorgungs- und Distributionsketten über Firmengrenzen hinweg verknüpft, dirigiert und optimiert. Im Zentrum stehen Bedarfsvorhersagen, Produktionssteuerung, Beschaffung von Warenbeständen in einem komplexen Netzwerk, Simulationen und Szenarien mittels What-if Fragestellungen, u.v.m.

Unsere Lösungen kombinieren aktuelle Technologie aus dem Bereich Big Data und Internet-Connectivity mit mathematischen Algorithmen, die in enger Zusammenarbeit mit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen entwickelt wurden. Ziel ist die Verarbeitung von Echtzeitinformation aus einer Vielzahl von angeschlossenen Systemen. Konkret bedeutete das beispielsweise in einem unserer Projekte, die Daten von Landmaschinenherstellern und mehr als 450 Händlern im Bereich der Ersatzteilversorgung zu vernetzen.

Hier stiegen die Teileverfügbarkeit und damit die Umsätze sowie die Kundenzufriedenheit massiv an, bei gleichzeitig sinkenden Kosten. Das nennen wir ‘Win-Win‘ durch zeitgemäße Collaboration!

6. Barkawi Booklet Collaboration

Alles zum Thema Collaboration können Sie auch in unserem neuen Booklet 'Collaboration: Von der partnerschaftlichen Nutzung von Zahlen, Daten, Fakten hin zur perfekten Lieferantenintegration – mit den richtigen KPI, End-to-End und in Echtzeit! ' nachlesen:

Barkawi Management Consultants sind Experten für Collaboration auf Basis Cloud-basierter IT Lösungen zur perfekten Steuerung von Supply Chain Prozessen. Wir freuen uns, wenn wir Sie bei Ihrem Anliegen unterstützen können!

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