Studie: Große Bereitschaft zum Kauf von Elektrofahrzeugen

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19. Oktober 2009

Eine aktuelle Studie von Barkawi Management Consultants zeigt große Bereitschaft zum Kauf von Elektroautos unter den richtigen Rahmenbedingungen.

München – Mehrere Hersteller präsentierten auf der IAA im letzten Monat eine Reihe von Elektrofahrzeugen. Als Teil einer derzeit laufenden Studie zur Zukunft des Energiemarkts untersucht eine aktuelle Umfrage der Münchner Unternehmensberatung Barkawi die Kundenmeinung zum Thema Elektromobilität. Das Ergebnis: Wenig Berührungsängste und eine große Bereitschaft zum Kauf rein elektrisch betriebener Fahrzeuge, wenn die Voraussetzungen stimmen. 

85% der 1.200 Befragten gaben an, dass sie sich vorstellen könnten, beim nächsten Mal ein Elektrofahrzeug zu kaufen, so das überraschend hohe Ergebnis pro Elektromobilität. Für 36% wäre der Besitz eines Elektrofahrzeugs ein Prestigegewinn, für lediglich 7% würde er einen Prestigeverlust darstellen. 

29% der Studienteilnehmer gaben allerdings an, dass ein Elektrofahrzeug nicht teurer sein dürfte als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor. Für 56% dürfte der Aufpreis höchstens 1.000 Euro betragen.  

„Das generelle Interesse an Elektrofahrzeugen war für uns überraschend hoch. Aufgrund der teuren Akkus belaufen sich die Zusatzkosten gegenüber einem Fahrzeug mit herkömmlichem Verbrennungsmotor derzeit allerdings noch auf über 200 Euro pro Monat, wenn man den höheren Anschaffungspreis auf die Nutzungsdauer umlegt“, sagt Frank Reichert, Leiter der Studie „Next Generation Energy“ bei Barkawi. „Zieht man Kraftstoff-, Wartungs- und Steuerersparnis ab, bleiben davon noch ca. 115 Euro pro Monat übrig. Das sind die Kunden derzeit nicht bereit auszugeben. Über eine intelligente Förderung, wie z.B. eine angepasste Pendlerpauschale, angepasste Parkgebühren und Kaufpreisförderungen, ließe sich bereits heute diese Differenz gemäß einer Abschätzung allerdings sehr schnell auf nur noch rund 10 Euro pro Monat reduzieren. Das Elektroauto wäre für den Endkunden sofort attraktiv“, so Reichert weiter. 

Jeweils ein Viertel der Befragten bemängelte die derzeit noch fehlende Ladeinfrastruktur in Städten und bei Überlandfahrten sowie die zu geringe Reichweite der aktuellen Modelle bei gleichzeitig zu langen Ladezeiten der Akkus. Experten sind sich einig: „Die Batterie ist der Flaschenhals für einen schnellen Siegeszug des reinen Elektrofahrzeugs.“ 

Ein weiterer Wehrmutstropfen: Für den Kunden scheint Elektromobilität greifbar nahe – nur kann er derzeit kein Fahrzeug kaufen, da die wenigen verfügbaren Fahrzeuge allesamt ausverkauft sind.  

Zufrieden zeigen sich die Kunden allerdings mit der auf der IAA vorgestellten Modellpalette. So gaben nur 7% der Befragten an, dass die aktuellen Elektrofahrzeuge nicht ihren Bedürfnissen entsprächen. Ebenso gibt es kaum Bedenken, was die technische Sicherheit der Elektroantriebe und Akkus angeht: Nur 9% der Befragten haben hier Zweifel. 

Die Kundenbefragung ist Teil der groß angelegten Studie „Next Generation Energy“, in der Barkawi Management Consultants untersucht, in welchen Bereichen bereits heute erfolgreich Elektrofahrzeuge eingesetzt werden könnten und wie Geschäftsmodelle und Rollenverteilung der beteiligten Partner aussehen können. Elektrofahrzeuge gelten als wesentlicher Teil des zukünftigen Zusammenspiels von regenerativer Energieerzeugung und -speicherung , Verteilung und Verbrauch im Haushalt sowie Elektromobilität – alle verbunden über ein intelligentes Stromnetz. 

Bestandteil der Studie ist auch eine Konferenz, die am 5. November 2009 auf Schloss Bensberg in der Nähe von Köln stattfindet. Zielgruppe sind Vertreter von Energieversorgungsunternehmen, Herstellern von Energieerzeugungsanlagen, Autoherstellern, Autozulieferern, Herstellern von Speichertechnologie, Verantwortliche für Flottenmanagement, Autovermietungen, Parkhausbetreibern und Car-Sharing Unternehmen sowie Wissenschaftlern, Investoren, Journalisten und Verbänden. 

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier: Konferenzprogramm (pdf, 545k)

Über Barkawi:

Barkawi ist eine international tätige Managementberatung mit den Beratungsschwerpunkten Supply Chain Management und Aftermarket Services. Barkawi ist für Unternehmen aus technologieorientierten Branchen tätig. Hierzu zählen Maschinen- und Anlagenbau, Hightech und Telekommunikation, Schienenverkehr, Luft- und Raumfahrt sowie Automotive und Medizintechnik. Zu den Kunden von Barkawi gehören global agierende Großunternehmen mit kapitalintensiven und logistisch komplexen Geschäftsmodellen, darunter Unternehmen wie Daimler, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, Electrolux, Fujitsu Siemens Computers, Heidelberger Druckmaschinen, Lufthansa, Nokia, Nokia Siemens Networks, Philips, Porsche, Siemens und Vestas.           
Barkawi verfügt über Standorte in München (Deutschland), Shanghai (China), Neu Delhi (Indien) und Moskau (Russland).

Weitere Informationen über Barkawi finden Sie unter: www.barkawi.com

    

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