Photovoltaik Module: Profit bleibt auf der Strecke – oder im Lager

22. Februar 2012
Photovoltaik Module: Profit bleibt auf der Strecke – oder im Lager

Die Hersteller von Photovoltaik-Modulen kämpfen gegen zu hohe Kosten. Grund dafür sind die seit Monaten drastisch fallenden Marktpreise für Solarmodule. Im Fokus stehen nun die Lieferketten, in denen 80 bis 90 Prozent der Gesamtkosten der Modulhersteller anfallen.

 

Das Supply Chain Design europäischer, nordamerikanischer und asiatischer Hersteller unterscheidet sich grundlegend. Daraus resultieren signifikante Unterschiede beispielsweise bei Beständen sowie Kapitalbindungs-, Produktions-, Transport- und Lagerkosten. Dies hat entscheidenden Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der Unternehmen in Bezug auf Kundenzufriedenheit, Lieferdauer und Liefertreue.

 

Momentan spüren die europäischen Hersteller den größten Druck. Lange Lieferzeiten auf dem Seeweg und hohe Transportkosten könnten für die asiatischen Anbieter aber schon mittelfristig zu entscheidenden Wettbewerbsnachteilen führen, wenn die Margen noch weiter fallen und die kurzfristigen Schwankungen der Marktpreise weiter anhalten. Die Universität zu Köln, Barkawi Management Consultants und die internationale Fachzeitschrift pv magazine haben deshalb ein Benchmark-Konzept entwickelt, um die Auswirkungen und Erfolgsfaktoren in Solarmodul-Lieferketten zu untersuchen.

 

Das Studienkonzept basiert auf einem zweistufigen Ansatz. Im ersten Schritt misst die Studie die Leistungsfähigkeit der Supply Chains der teilnehmenden Modulhersteller. Verglichen werden Liefergeschwindigkeit, Liefertreue und Gesamtkosten der Supply Chain. Im zweiten Schritt untersucht ein Katalog von 68 Fragen und standardisierten Antworten die entscheidenden qualitativen Leistungsindikatoren und Erfolgsfaktoren der Lieferketten.

 

Die Studie wird im ersten Halbjahr 2012 durchgeführt. Hersteller von Photovoltaik-Modulen sollten sich jetzt registrieren und an der internationalen Untersuchung teilnehmen. Jedes Unternehmen erhält einen individuellen Bericht mit seinen spezifischen Optimierungsmöglichkeiten und der eigenen Positionsbestimmung im ansonsten anonymisierten Feld der anderen Teilnehmer.

 

Die Projektpartner garantieren die Vertraulichkeit und Sicherheit aller abgefragten Daten auf Basis eines Non-Disclosure-Abkommens.

 

Projektpartner:

Insitute for Supply Chain Management

 

 

 

 


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Ansprechpartner

Florian Hackinger
Projektleiter
florian.hackinger@barkawi.com
+48-89-749826-700