Ein Projektbeispiel.
Ein Krankenhaus steht still, keine einzige Operation ist mehr möglich, weil das Röntgengerät defekt ist. Eine Lufthansa-Maschine kann in Südafrika nicht abheben, weil alle Teile auf Lager sind, aber eben nicht das defekte. Der Kassenautomat der Bank spuckt kein Geld mehr aus. Der Druck der New York Times startet täglich um 21 h, Auslieferung erfolgt nachts, aber die Druckmaschine streikt.
Allen diesen Beispielen ist gemeinsam, dass hier die Supply Chain im höchsten Maße gefordert ist, perfekt zu funktionieren. Nur eine laufende Druckmaschine druckt die Zeitung des nächsten Tages, mit einem Flugzeug am Boden kann man kein Geld verdienen und ein handlungsunfähiges Krankenhaus gefährdet sogar Leben.
Insbesondere Industrieprodukte, wie beispielsweise Druckmaschinen, Röntgengeräte, Passagierflugzeuge, sind extrem teuer und binden Kapital. Im Falle eines Ausfalls ist es vielfach existenziell, den Defekt möglichst schnell zu beheben: Reaktions- und Reparaturzeiten – weltweit von oft nur wenigen Stunden! – sind notwendig und auch vertraglich definiert. So muss beispielsweise der Hersteller eines Röntgengerätes das Gerät im jeweiligen Krankenhaus innerhalb von 3 Stunden reparieren, ansonsten katapultiert er sich aus dem extrem kompetitiven Markt. Der Wettbewerb ist hart!
Aber wie organisiert man eine hochkomplexe Prozesskette, mit entsprechendem Lagerbestand und Ersatzteilen an verschiedensten internationalen Standorten und tausenden möglichen Defekten und Ausfallwahrscheinlichkeiten weltweit?
Die intelligente Organisation und Planung dieser Supply Chain – also wirklich professionelles Supply Chain Management, das diesen Namen auch verdient – ist eine Denksportaufgabe mit extrem vielen Variablen:
Unsere Projekte starten meist mit einem strategischen Part: Aufgrund der Gegebenheiten des Wettbewerbsumfeldes, der Branchenerfordernisse, der Anforderungen des Kunden, der Entwicklung von Produkten und Märkten muss zunächst die strategische Entscheidung fallen, wo die Reise hingeht.
Daraufhin werden Prozesse optimiert, die Organisation umgebaut, und auch die IT wird angepasst, damit die neue Supply Chain optimal unterstützt wird. Hilfreich sind dabei Tools und Instrumente, mit denen man beispielsweise Pro & Contra unterschiedlicher Konzepte globaler Netzwerke und Prozesse simulieren kann mit allen Kosten, Synergien etc.
Wie schafft man es z.B., an 120.000 Standorten weltweit eine 2-Stunden-Instandsetzungsgarantie aufrechtzuerhalten? Muss man zentral oder dezentral agieren? Welche Teile gehen häufig kaputt, welche nie? Welche technischen Verfallsdaten gibt es z.B. für gelagerte Elektronikteile, die danach nicht mehr in ein Flugzeug eingebaut werden dürfen?
Und vor allem: Wie kann man bereits am Anfang der Prozesskette, bei der Produktkonzeption, durch „Rückwärts-Engineering“ Defekte antizipieren und vermeiden?
Fragen, die man alle mit Zahlen beantworten muss. Denn keine Aussage, keine Empfehlung und keine gute unternehmerische Entscheidung ohne fundierte Daten! Am Ende steht eine optimierte Supply Chain eines Marktführers, der eben nicht nur ein hervorragendes Produkt im Markt anbietet, sondern den perfekten After Sales Service als elementaren Produktbestandteil versteht!
Hier sind wir als Consultants mit viel Sachverstand entlang der gesamten Wertschöpfungskette wertvolle Ratgeber, von der innovativen Produktneuentwicklung bis hin zur perfekten Steuerung des weltweiten Serviceteams, das beispielsweise an jedem Ort der Welt innerhalb von 2 Stunden einer Boeing 747 wieder in die Luft hilft!
Das bringt einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil für unsere Klienten. Und deren Namen sprechen für sich: Agfa, Daimler, Deutsche Bahn, Fujitsu Siemens, Heidelberger Druckmaschinen, Linde, Lufthansa, Nokia, Nokia Siemens Networks, O2, Philips, Porsche, SAP, Vestas, Volkswagen und viele mehr!